Im Rahmen unserer UK-Rundreise im Sommer 2025 waren wir mit unseren vier Kindern für einen Tag in London. Genächtigt haben wir im Süden Londons auf einem Campingplatz. Um nach London zu kommen parken wir in unser Wohnmobil in Redhill am Bahnhof und fahren mit dem Zug bis London, Victoria Station. Von dort aus mit der Underground zu unserem Startpunkt: dem Picadilly Circus.
(Ich schreibe hier über unseren Aufenthalt und nenne Links. Meine Empfehlungen sind aus keiner bezahlten Werbepartnerschaft sondern kommen von Herzen, um euch den die Planung eures London Aufenthalts zu vereinfachen).
Mit dem Auto nach London: Die Ultra Low Emission Zone (ULEZ)
Solltest du auch mit dem Auto/Wohnmobil nach London fahren, nimm dir am besten einen Park- oder Campingplatz außerhalb der Ultra Low Emission Zone (ULEZ). Ansonsten hast du etwas mehr Aufwand, denn du musst dein Fahrzeug im Vorfeld online registrieren lassen. Das kann mitunter mehrere Tage dauern. Die Registrierung muss auch stattfinden, wenn dein Fahrzeug die Anforderungen an die Einfahrt in die Ultra Low Emission Zone erfüllt. Du bezahlst für Benziner unter Schadstoffklasse 4 und für Dieselfahrzeuge unter Schadstoffklasse 6. Auf der M25, der Autobahn südlich von London, bist du außerhalb der kritischen Zone und kannst ohne Registrierung fahren. Nähere Infos erhältst du auf der Seite des Europäischen Verbraucherzentrums. Den Link dazu findest du am Ende meines Blogartikels.

Die beste Lösung für uns: mit dem Zug nach London
Um nicht in die ULEZ fahren zu müssen, haben wir einen geeigneten Parkplatz in Redhill gefunden. Dieser war ca. 10 Minuten Fahrt von unserem Campingplatz entfernt. Standpunkt findest du unten im Blogartikel. Dieser ist groß genug, damit du auch mit Wohnmobilen oder Gespannen dort parken kannst. Als wir zurückkamen, waren wir umgeben von Lastwägen. Das will was heißen. Von dort aus geht es vorbei an für England so typischen Parks schnellen Schrittes zur Railway Station. Wir holen old school am Schalter ein Tagesticket für Familien. Die Unterstützung lohnt sich, denn sonst bist du schnell überfordert und zahlst womöglich unnötig mehr. Redhill liegt im TfL-Netz jedoch nicht in den engen City-Kreis, deshalb zahlten die Kinder etwas. Innerhalb des Londoner City Netzes T(arif) f(or) L(ondon)-Zone fahren Kinder mit einem zahlenden Erwachsenen kostenlos. Bist du innerhalb der City Zone lohnt sich die TfL-App, die du auf dein Smartphone laden kannst und darüber Tickets kaufen kannst. Auch super praktisch für die Fahrpläne. Wenn du keine zusätzliche App herunterladen möchtest, kannst du dir über die Website visitlondon.com eine kostenlosen Netzplan herunterladen. Den Link findest du am Ende meines Blogartikels.

Der Zug kommt und die Überraschung für uns: Es gibt 6-er Sitzplätze mit Tisch. Wir müssen uns nicht aufteilen. Ganz ungewohnt, aber schön. Leider habe ich die Spiele für die Fahrt vergessen. Es wird aber nicht langweilig. Es geht auch ohne Utensilien. Zum Beispiel das Spiel: wer sieht als erstes ein rotes Auto (auf der Autobahn) oder wer sieht als erstes eine Kuh (Zug). Falls du ein paar Ideen für Spiele ohne Utensilien suchst schau mal hier vorbei. „Siehe Kinder im Stau beschäftigen“. Die Kinder winken anderen Zügen und ich finde, sie sind echt laut. Das stresst mich manchmal immernoch. Aber ok.. es scheint niemanden zu stören. Ich atme durch.
Victoria Station, London mit Kindern
Zum Glück haben wir in Redhill mit einem Bahnhofsmitarbeiter gesprochen. Er hat uns empfohlen and der Victoria Station bei dem Ausgang für die Kinderwägen/ Rollstuhlfahrer durchzugehen, weil die Victoriy Station extrem voll ist. So war es dann auch. Es waren auf einmal viele Menschen um uns herum, die alle auf den Ausgang zuströmten. Massenhaft Menschen auf einem Fleck. Wir haben unsere Kindern im Zug schon gebrieft: Wir haben ausgemacht, wer gemeinsam läuft. Wer nach sem schaut und wer sich an der Hand nimmt. Hat super geklappt. Wir sind zielstrebig zur extra großen Tür für die Kinderwägen gelaufen und konnten so unkompliziert durch die Schranke durchgehen. Übrigens, falls du mit dem Bus nach London kommst: die Busse fahren nicht an der Victoria Station ab, sondern an der Victoria Coach Station. Kleiner aber feiner Unterschied, der dir sinnloses Umherirren erspart 😊.

Das Subway Netz von London
Die Subway in London ist heiß und voll. Ich habe mich zurückerinnert, als ich für mein Studium in London umsteigen musste und mit Wintermantel und schwerem Koffer durch die Stadt fahren musste.. dass ich keinen Hitzeschlag bekommen hab, hat mich gewundert.
Es hat kurz gebraucht, bis wir genau wussten, wie das U-Bahnnetz in London aufgebaut ist. Deshalb eine kurze Erläuterung für dich: In London hat jede Linie eine andere Farbe. Die Züge fahren von Süden nach Norden oder von Osten nach Westen und umgekehrt. Du musst wissen, in welche Himmelsrichtung du mit welcher Bahn fährst, dann klappt das U-Bahnfahren problemlos. Im Englischen lauten die Bezeichnungen, dann southbound, northbound, westbound, eastbound. Die „Mitte“ des Netzplans ist die Rote Strecke, die Central Line von Ost nach West. Übrigens: solltest du KI für deine Directions nutzen, dann frage unbedingt nach den Himmelsrichtungen. Diese hat er mir bei der Recherche nicht direkt genannt. Das kann gut funktionieren, aber erfahrungsgemäß fehlen manche Infos und du musst ständig nachhaken.

Von Victoria Station zum Picadilly Circus
Unser Ausgangspunkt ist heute der Picadilly Circus, denn in der Nähe fährt unsere Bus-Tour ab. Mit der Tube ist deine Route so: Du nimmst die hellblaue Victoria Northbound Richtung Walthamstow Central und steigst an der Oxford Circus Tube Station aus. Von dort aus geht es mit der braunen Bakerloo Line Southbound Richtung Elephant & Castle eine Station bis zum Picadilly Circus.

Rundweg am Picadilly Circus
China Town und Trafalgar Square
China Town kannst du fußläufig über die Shaftesbury Avenue in unter fünf Minuten vom Picadilly Circus erreichen. Biege dann in die Wardour Street ab (dritte Querstraße). Dort steht weiter unten auch das ikonische China Town Tor perfekt für ein Foto. In China Town könnt ihr super Essen zu gehen, wenn es für alle aus eurer Familie passt. Geht auch unbedingt in einen der typischen kleinen Läden mit chinesischen Köstlichkeiten. Durch China Town zu laufen ist einfach ein Erlebnis für sich.

Verlässt du China Town durchs Tor, dann halte dich links und laufe über den Leicester Square bis zur großen Charing Cross Road. Die gehst du rechterhand weiter und kommst zum berühmten Trafalgar Square mit der Nelson Säule und den vier Löwen. Zum Picadilly Circus zurück geht es von hier aus einfach die Pall Mall entlang und die Regent St. James Street rechter Hand wieder hoch. Die Häuser hier in der Gegend sind der Wahnsinn. Total schön.
Was du fußläufig noch vom Picadilly Circus erreichen kannst
Da wir die Sehenswürdigkeiten aufgrund der Zeitknappheit mit einem Bus erkunden, machen wir nur eine kleine Tour. Wenn du mehr Zeit hast, kannst du vom Picadilly Circus auch mehrere bekannte Plätez in London erreichen. Zum Beispiel den Hyde Park in nur ca. 13 Minuten über die Picadilly (Straße). Dort können sich die Kids ein bisschen austoben. Außerdem kommst du in 20 Minuten Fußmarsch auch zum Buckingham Palace. Big Ben und Westminster Bridge in 25 Minuten. Schaut, wie viel ihr laufen könnt und wollt.
Die Kinder Bus-Tour in London mit TO-OT-Bus
In der Charles II Street fährt unsere Bus-Tour ab. Den Abfahrtsort haben wir direkt aufgesucht, nachdem wir am Picadilly Circus angekommen waren, damit wir uns nicht später unter Zeitdruck auf die Suche machen müssen. Das war gut so, denn der Abfahrtsort war schwer zu finden. Es gibt keine Schilder, die darauf hinweisen, doch wenn du um den Abfahrtszeitpunkt hinkommst, müsstest du das an einer kleinen, wartenden Menschenmenge erkennen. Der Bus fährt direkt in der Charles II Street an der Ecke zur Waterloo Street ab.

London von oben erleben
Eine Bustour lohnt sich in jeder Stadt, wenn du nur kurze Zeit hast, um die Stadt zu erkunden. In London haben wir uns für die Kindervariante entschieden, die nur knapp 45 Minuten dauerte und keine Möglichkeit des Hopp-on Hopp Off hatte. Das brauchten wir auch nicht. Allerdings war sie auf Englisch. Ich habe für meine Kinder übersetzt. Auch wenn die Kindern nicht viel verstehen (die größeren Kinder ja schon teilweise), ist es sehr kindgerecht ohne viel Bla-Bla und die Hauptattraktionen sind abgedeckt. Ich kann diese Tour wärmstens weiterempfehlen. Total schön London so von oben zu erleben. Ihr fahrt an den folgenden Sehenswürdigkeiten vorbei: Big Ben, Houses of Parliament, Westminster Abbey, Trafalgar Square, Picadilly Circus, Downing Street, Trafalgar Square, Hyde Park Corner und das London Eye. Den Link zur Bustour findest du in der Linksammlung am Ende meines Blogartikels.

Unser Highlight: die Tower Bridge
Da wir die Tower Bridge nicht in unserer Bustour angesteuert haben, sind wir separat hingefahren. Allerdings war es unsere zweite Wahl nach dem Natural History Museum. Das ist sehr sehenswert und der Eintritt ist kostenlos. Da es schon um 17: Uhr schließt, war das leider keine Option für uns. Aber für dich eventuell, wenn du noch in der Planung steckst.

Vom Picadilly Circus mit der U-Bahn zur Tower Bridge
Nimm wieder die braune Bakerloo Line Southbound Richtung Elephant & Castle bis zur Embankment Zube Station. Steige dort in die grüne District Line oder die gelbe Circle Line Eastbound Richtung Tower Hill.Steige an der Tower Hill Tube Station aus. Von hier aus sind es noch ca. 5 Minuten bis zur Tower Bridge.

Doch bevor ihr loslauft, genießt vor der Haltestelle erstmal den wirklich sehenswerten Ausblick auf den riesigen Tower of London. Zur Tower Bridge lauft ihr dann Richtung Tower und links dran vorbei direkt Richtung Tower Bridge. Die Tower Bridge öffnet sich zweimal täglich, damit große Schiffe hindurchfahren können. Wir hatten Glück und sie öffnete sich genau dann, als wir kamen. Das ist für die Kinder und für uns eine bleibende Erinnerung. Erst waren wir enttäuscht, dass wir auch hier zu spät dran waren, um auf dem Glasboden über die Brücke zu gehen (Letzter Eintritt um 17 Uhr), doch mit der Öffnung der Brücke haben wir dann doch noch ein Highlight miterleben dürfen. Die Zeiten, zu denen die Brücke hochgeklappt wird, kannst du ein bis zwei Tage vorher auf der Website der Tower Bridge nachlesen. Und ganz egal, ob sie geöffnet wird oder nicht. Die Tower Bridge ist einfach beeindruckend. Die Farben, die Verarbeitung, die Details. Wirklich sehenswert. Ich war selbst überrascht. Es ist nicht einfach eine Brücke. Es ist eine beeindruckende Brücke. Uns hätte etwas gefehlt, wenn wir nicht dort gewesen wären.

Weiterführende Links für deine Planung
Haben wir alles gesehen? Nein! Bei Weitem nicht. Aber für uns war es ein gelungener Tag in London. Ich wünsche dir auch eine schöne Familienzeit in London.
Reisefreudige Grüße, Michaela
In eigener Sache
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