Michaela Weissert

– Mit Kindern die Welt entdecken – 

Es läuft nicht immer nach Plan: unsere Anreise nach Stockholm

Flughafen Frankfurt

Gestern war die Silvesternacht. Wie waren bei Freunden eingeladen und wie immer war das fest schön und lang. Wir haben gefeiert und waren erst um 2 Uhr im Bett. Das Besondere für uns in der Silvesternacht: wir richten einen Geburtstagstisch. Seit 9 Jahren feiern wir am 1. Januar den Geburtstag unserer zweitältesten Tochter. Zum Glück hatten wir den Kuchen gestern schon gebacken. Es ist auch schon vorgekommen, dass ich nachts um 22:00 Uhr noch in der Küche stand und den Geburtstagskuchen gebacken habe, mit dem bei uns die Kinder an ihrem Geburtstag immer geweckt werden. Es standen heute also zwei Besonderheiten an: der neunte Geburtstag und die lang ersehnte Reise nach Stockholm.

Leuchtende Kinderaugen

01.01.2024, 7:30 Uhr: Meine Tochter kommt ins Schlafzimmer, weil sie aufgewacht ist und natürlich ihre Geschenke aufpacken möchte. Mit Leuchtenden Augen werden die Geschenke ausgepackt. Zum Frühstück gibt es den Geburtstagskuchen und Obst. Nachdem wir noch die fehlenden Kleidungsstücke vom Wäscheständer noch eingepackt haben, kommen Oma und Opa, die dem Geburtstagskind noch gratulieren. Ein Kind kann es kaum erwarten bis die Reise endlich losgeht und fragt pausenlos, wann jetzt endlich 9:30 Uhr sei. Wir spielen noch Spiele, um die Wartezeit zu verkürzen.  Die Autofahrt geht vorüber mit schönen Kinderliedern und Obst-snacks.

Geburtstagsfeier 01.01.2024

Ist es im Flughafengebäude wirklich sooo leise?

Die Ankunft am Flughafen läuft problemlos. Als wir die Halle betreten, merkt ein Kind an: „Mama, hier ist es ja leiser, als bei uns zu Hause“. „Oh, okay“, denke ich, „doch so schlimm?!“. (Vermutlich liegt es an der hohen Decke). Klischeehaft geht es für uns alle erstmal auf die Toilette. Währenddessen darf ich Fragen beantworten wie: „Durften während des Feuerwerks auch Flugzeugen fliegen?“ und werde von einem Kind ermahnt, doch bitte schneller zu machen, damit wir den Flug nicht verpassen.

Ein großes Schaufenster für die Kinder

Da drei unserer Kinder das erste Mal fliegen, ist die Stimmung gut bis seeeehr aufgeregt. Wir gehen direkt durch die Sicherheitskontrolle. Glücklicherweise gibt es bei unserem Flug einen separaten Eingang für Familien und Mobilitätseingeschränkte Personen und wir müssen nicht lange warten. Die Sicherheitskontrolle war aufregend für alle. Geschafft! Dann galt es einen längeren Weg bis zum Gate zurückzulegen. Die Laufbänder in der Mitte des Laufweges waren der Hit bei den Kindern. Am Gate angekommen geht es direkt ans Fenster, um die Dinge, die auf dem Rollfeld passieren zu beobachten. Da macht es auch nichts aus, dass das Boarding sich verzögert. Die Kinder sind beschäftigt.

Flughafen Frankfurt
Es gibt viel zu sehen.

Reihe 22 – Plätze A, B, C, D, E, F

In weiser – oder auch nicht weiser – Voraussicht haben wir mit den Kindern schon vor dem Flug die Sitzplätze besprochen. Wir hatten eine komplette Reihe für uns. Drei Plätze rechts vom Gang und drei links. Es waren also zwei Fensterplätze zu vergeben, auf die die Jungs beim Hinflug sitzen durften. Das Boarding verlief ruhig, da wir als Familie mit kleinen Kindern durften wir wie andere Familien als erste ins Flugzeug und hatten viel Zeit unsere Koffer zu verstauen und es uns gemütlich zu machen. einzurichten.

Müssen wir wieder aussteigen?

Als wir uns anschnallen sollten, fing es an. Ein Kind möchte doch lieber bei Papa sitzen. Auf keinen Fall am Fenster. Wir wollen unsere Sitzordnung beibehalten, bis ein Kind plötzlich eine Panikattacke bekommt. Wir kennen das von diesem Kind. Es war wieder bezeichnend. Die anderen beiden Kinder hatten VOR dem Flug Angst. Als es ans Fliegen ging, war die plötzlich weg. Das betroffene Kind hat nur geäußert, dass es aufgeregt ist. Also mussten wir die Sitzplätze doch tauschen (warum planen wir überhaupt?!) und ich hatte wirklich schon daran gedacht, jetzt gleich mit diesem Kind den Flieger wieder verlassen zu müssen. Bonbon-lutschen und pausenloses zureden und Atem-anleiten während des gesamten Wegs zur Startbahn und dem kompletten Steigflug, haben dann glücklicherweise geholfen und über den Wolken war die Panik fast nicht mehr da. Während des Flugs vertreiben wir uns die Zeit mit Spielen.

Kartenspiel
Eines unserer liebsten kurzweiligen Kartenspiele.

Kuzzeitig ist der Wurm drin

Durch den Silvesterabend hatten unsere Kinder einen Schlafmangel, der sich auf der Reise durch leichte Reizbarkeit bemerkbar machte. Das verlangte von uns Eltern nun einen langen Atem. In einem Beispiel: unser jüngstes Kind hatte gegen Ende des Flugs wieder im Kopf, dass es JETZT ans Fenster sitzen möchte – was er nicht durfte und wollte sich vor dem Sinkflug auch nicht anschnallen. Als ein netter Fluggast ihn ablenkt, geht es dann doch irgendwie und er lässt sich anschnallen. Nur war plötzlich bei den anderen beiden Kindern der Wurm drin. Genauer gesagt, hat der Druckausgleich beim Sinkflug nicht so funktioniert wie gedacht.

Der Transfer nach Stockholm klappt reibungslos

Meine Idee vom kurzen Power-Nap im Flugzeug war nicht realisierbar und wir steigen etwas müde aus dem Flugzeug. Glücklicherweise klappt der 20-minütige Transfer nach Stockholm reibungslos. Auch am Hauptbahnhof – t-centralen – können wir direkt in die U-Bahn-Station, denn wir haben uns schon zu Hause unser 7-Tagesticket aufs Handy geladen. Yes!

Als wir aus der U-Bahnstation kommen, freuen wir uns über den Schnee! Mütze und Handschuhe sind griffbereit. Sie werden schnell aufgesetzt. Selbst unser Sohn, der nie eine Mütze anziehen will, war froh, dass er sie dabei hatte. Nach 15 Minuten Fußmarsch sind wir am Hotel angekommen. Die Bewegung tat uns allen nochmal gut.

Damit hatten wir nicht gerechnet

Gegen 18:00 Uhr kommen wir am Hotel an und werden freundlich empfangen. Der Plan war, wir essen gemütlich im Hotel und gehen danach schlafen. Nur hat am 1. Januar das hoteleigene Restaurant geschlossen, wie viele andere in der Nähe. Das war uns nicht bewusst. Also mussten wir um 18:30 Uhr mit müden und hungrigen Kindern, die nach dem Flug nur ein Croissant gegessen hatten, nochmal los. Fünf Minuten zur Tram-Haltestelle und dann direkt zur Pizzeria. Abenteuerlich, denn der Weg ist verschneit. Uns gefällt es.

verschneiter Bahnhof
Wir lieben Schnee

Ein kleiner aber feiner Imbiss

Am Imbiss angekommen, merken wir schnell, dass die Empfehlung des Hotelbesitzers Gold wert war. Im Imbiss geht es zu wie im Taubeschlag. Augenscheinlich gibt es hier leckeres Essen. Viele bestellen Essen vor und kommen nur zur Abholung. Wir müssen leider 45 Minuten warten, bis unsere Pizzen fertig sind. Die Zeit vertreiben wir uns mit einem Kartenspiel. Die Pizzen sind lecker – kommen vermutlich nochmal hierher. Wir werden alle satt und machen uns auf den Rückweg.

Satt und müde ins Bett

01.01.2024, 21:00 Uhr: Wir kommen wieder am Hotel an. Die Laune der Kinder ist am Tiefpunkt, weil müde und kalt. Wir schauen, dass alle schnell in ihrem Bett liegen, doch die Bettenaufteimung müssen wir kurz anpassen. Die oberen Stockbetten haben leider einen unzureichenden Rausfallschutz und ein Kind muss deshalb aufs Sofa ausweichen.

Ein ereignisreicher Tag geht zu Ende. Ich bin froh, dass alles gut geklappt hat und wir jetzt Stockholm erkunden können. Fünf ereignisreiche Tage liegen vor uns. Doch morgen lassen wir es erstmal ruhig angehen.

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