Unser Reisetagebuch vom Ferienhof Schmiddes

Wie jedes Jahr machen wir einen Bauernhofurlaub auf dem Ferienhof Schmiddes im Sauerland. Hier wohnen Meike und Achim Wilke mit ihren zwei Border-Collies. Durch Zufall sind wir 2019 auf den Ferienhof Schmiddes gestoßen. Seitdem sind wir jedes Jahr mindestens einmal dort und kommen jedes Jahr gerne wieder. Wir mögen alle das Landleben und sind jedes Mal begeistert dabei, Meike und Achim bei ihren täglichen Aufgaben zu unterstützen. Die beiden haben vor 16 Jahren ihren Ferienhof im Diemeltal im Sauerland aufgebaut. Mit viel Liebe zum Detail und zu ihren Tieren. Wir merken, dass hier das Wohl der Tiere im Mittelpunkt steht. Das finden wir so schön. Die Kinder und auch die Erwachsenen dürfen bei landwirtschaftlichen Tätigkeiten mit anpacken, die Tiere versorgen und bekommen einen wertvollen Einblick in das Bauernhofleben. Achim und Meike geben sich so viel Mühe mit Allem. Deshalb eine uneingeschränkte Empfehlung von uns.

Bei unserem letzten Aufenthalt habe ich Tagebuch geführt. Darin bekommt ihr einen Einblick in unseren Bauernhofurlaub auf dem Ferienhof Schmiddes im schönen Diemeltal. Viel Spaß beim Lesen. Wer nicht so viel lesen mag und mehr über den Ferienhof Schmiddes erfahren möchte, kann den Kurzbericht hier nachlesen.

Tag 1

Auf der Hinfahrt schläft unser Jüngster viel

Puh, was für eine Fahrt. Wir haben beschlossen, zur Schlafenszeit von unserem Jüngsten loszufahren. Da dieser am Vortag sehr spät eingeschlafen ist und morgens zeitig wach ist, haben wir eine Schlafgarantie. Wir starten gegen 11 Uhr. Ich sitze am Steuer mein Mann ist Co-Pilot. Wir halten beim Bäcker und holen uns Proviant für die Pause. Der Jüngste beschließt, 2,5 Stunden am Stück zu schlafen. Mit so einer langen Schlafphase haben wir nicht gerechnet. Die Kinder sind ungeduldig und hungrig. Mit einem Hörspiel können wir sie noch etwas beschäftigen und ich fahre tapfer durch bis zur ersten Pause.

Die nötige Pause kommt spät

Auf der Reise

Wir sind schon fast 3 Stunden unterwegs und schon von der Autobahn runter. Das macht es schwer eine geeignete Raststelle zu finden. Als das Auto dann endlich steht brauche ich erstmal eine Runde Gymnastik. Wir essen ein spätes Mittagessen. Wir freuen uns über die belegten Weckle (Brötchen) und den Nudelsalat, der vom Grillen gestern übrig ist. Die Kinder sind die ganze Fahrt über aufgeregt und irgendwann gelangweilt. Sie hören „Die Haferhorde“. Ein beliebtes Hörbuch bei den Mädels. Der große Sohn hört begeistert mit.

Vorfreude ist die schönste Freude

Die Vorfreude der Kinder bestätigt mich in der Urlaubsauswahl. Sie wissen genau, was sie erwartet und freuen sich drauf. Diese Mal allerdings ist noch was Schönes in Aussicht. Wir machen hier gemeinsam mit einer befreundeten Familie Urlaub, die wir im letzten Jahr hier kennengelernt haben. Deren Kinder sind in ähnlichem Alter wie unsere. Die Kinder fragen sich, wer wohl als Erstes am Urlaubsort eintrifft…wir waren es nicht 😊

Endlich angekommen

Dort angekommen, begrüßt uns Meike wie immer herzlich. Wir laden aus, die Zimmer werden bezogen und wir gehen kurz darauf in den Hof zu den Kleintieren. Unser Kleinster ist überwältigt von den ganzen Tieren, die dort anzutreffen sind: Ziegen, Enten, Hühner, Hasen und Kaninchen. Er ist eingefleischter Hühnerfan, aber am besten findet er mit Abstand die tolle „UUUiiii“ (Rutsche). Papa und Mama dürfen ihn oft beim Hochsteigen begleiten und Auffangen. Die großen Kinder sind auf den Heuboden verschwunden. Dort hat es Heuballen, Schaukeln und Turnmatten zum Toben. Heraus kommen sie meist glücklich mit ziemlich viel Stroh im Haar 😊 Irgendwann kommt Achim, Meikes Mann.

Ferienhof Schmiddes
Unser Jüngster auf dem Weg zum Hauseingang

Allerlei Getier

Wir gehen zusammen die drei Ponys von der Weide holen. Jedes Mal ein Highlight für die Kinder. Auch wir Erwachsenen kommen gerne mit. Dieses Jahr darf unsere große Tochter ein Pony allein in den Stall führen. Sie ist unendlich stolz! So schön, das zu sehen. Unser Jüngster will ununterbrochen das Pony streicheln. Ist im Gehen allerdings eher unpraktisch. Nach einer erneuten Spiel-Zeit ist gegen 18:00 Uhr die Abend-Fütterungsrunde. Da werden die Ziegen und Schafe in den Stall gebracht. Ganz Besonders ist es, die Enten in den Stall zu leiten. Sie laufen selbst und alle anwesenden Kinder und Erwachsenen machen einen „Entenzaun“, damit sie auf direktem Wege in den Stall gehen und nicht zum nahegelegenen Bach watscheln.

Wie viele Eier haben die Hühner heute gelegt?

Auf dem Ferienhof Schmiddes

Danach werden die Hühner gefüttert und nach den Eiern geschaut. Alle Kinder sind mit großer Begeisterung dabei! Sogar unser Jüngster ist mit mit von der Partie und versucht, mehr oder weniger erfolgreich, ein Huhn zu streicheln. Sind die Hühner versorgt, geht es weiter mit den Schafen. Diese sind tagsüber auf einer nahegelegenen Weide zum Grasen. Wir laufen hin, machen das Gatter auf. Sie flitzen an uns vorbei und direkt in den Stall. So schnell, dass unser Kleinster sie gar nicht wahrnimmt 😊 Er hat nur Augen für das fließende Wasser im Bach. Die Kinder sind jetzt müde und hungrig.

Der Mann im Hause kocht

Glücklicherweise kocht mein Mann parallel zur „Stallzeit“ und als wir in die Ferienwohnung kommen, steht das Essen auf dem Tisch. Das ist Gold wert! Nach dem Essen übernehme ich die Einschlafbegleitung mit dem Kleinsten und mein Mann bringt die großen Kinder ins Bett. Ich komme nur noch kurz ins Wohnzimmer, da der kleinste Sohn gerade sehr lange braucht, um einzuschlafen. Wir gehen alle frühzeitig ins Bett. Der Erste Tag auf unserem Bauernhofurlaub ist vorbei.

Tag 2

Der Tag beginnt voller Energie

Der Tag beginnt um 6:20 Uhr, als unser großer Sohn aufwacht. Kurz darauf sind auch die Mädels wach und entdecken durch das Fenster im Hof ihre Freundinnen. In Windeseile sind sie angezogen und auch draußen. Um 8:00 Uhr ist es Zeit für die Stallrunde. Die Schafe, Ziegen und Ponys bekommen ihr Heu und frisches Wasser. Die Hühner und Enten werden rausgelassen und bekommen ihre Körner. Am Schluss bekommen auch die Kaninchen und Meerschweinchen ihre Portion Heu und frisches Wasser.

Leckere Frühstücksbrötchen

Als alle tierischen Bewohner versorgt sind, wird in der Ferienwohnung gefrühstückt. Frisch aufgebackene Frühstücksbrötchen. Nach dem Frühstück geht es gleich weiter im Programm. Heute wird ein Teil der Kuh-Herde von einer Weide auf eine neue Wiese getrieben. Die Kinder sind Feuer und Flamme und haben kaum Zeit für’s Frühstück. Gegen 10:00 Uhr geht es los. Die größeren Kinder dürfen mit dem Traktor zur Weide fahren. Der Rest der Gruppe, darunter mein Mann, ich und unsere beiden Söhne laufen dorthin. Wir genießen die Natur auf dem Weg und sehen sogar einen Feuersalamander. Unser Jüngster möchte selbst laufen, daher geht es nur langsam voran.

Wir treiben die Kühe zur anderen Weide

Zum Glück kommt bald der Traktor mit dem Treibwagen und sammelt uns auf. Ich setze mich mit unseren beiden Jungs auf den Traktor zu Achim, dem Bauer. Im Treibwagen laufen zwei Kühe, ein Bulle und zwei vier Wochen alte Kälbchen. Wir fahren in Schritt-Tempo und die übrigen Kinder treiben die Kühe vom hinteren Teil des Treibwagens an. Meine Hoffnung ist, dass der kleine Sohn auf dem Traktor einschläft, da die Fahrt in seine Schlafenszeit fällt. Doch daraus wird nichts. Es ist einfach alles zu interessant. Mal muht eine Kuh, mal wackelt es extrem. An der neuen Wiese angekommen, sind die Kühe glücklich über so viel frisches, hohes Gras und wir Erwachsenen setzen uns ins bereitgestellte Auto.

Kühe treiben

Bei Regenwetter ist Heubodenzeit

Zuhause angekommen werden gleich die Ponys auf die Weide gebracht und danach zu Mittag gegessen. Am Nachmittag beginnt es zu regnen. Die Mädels ziehen sich mit ihren Freundinnen auf den Heuboden zurück und mein Mann geht mit den beiden Jungs den Wocheneinkauf erledigen. Ich habe Zeit etwas zu arbeiten.

Es wird kälter

Zwischendurch darf ich Frust begleiten und den Kindern was Wärmeres anziehen, denn die Temperatur ist ziemlich in den Keller gegangen. Nach leckeren Schoko-Croissants ist es für die Kinder auch schon wieder Zeit die Ponys von der Weide zu holen. Um 18:00 Uhr ist wieder Zeit für die Stallrunde. Dieses Mal bin ich nur kurz dabei und klinke mich mit dem Kleinsten aus. Er ist müde und ich esse mit ihm zu Abend und bringe ihn ins Bett. Er schläft sofort ein. Die Landluft macht MÜDE 😊 Auch die größeren Kinder gehen heute früh ins Bett. Ein ereignisreicher Tag von unserem Bauerhofurlaub auf dem Ferienhof Schmiddes geht zu Ende und ich habe mit meinem Mann den ersten ruhigen Abend seit ein paar Wochen.

Tag 3

Jeden morgen ab in den Stall

Einen Wecker brauchen wir nicht zu stellen. meist ist hier zwischen 6:00 Uhr und 6:30 Uhr das erste Kind wach. Es gibt Diskussionen um die Kleiderwahl mit dem großen Sohn. Er möchte nur mit kurzer Hose nach unten in den Hof. Hier ist es morgens noch recht kühl und windig. Außerdem hat es nachts geregnet. Eine kurze Hose wäre nicht meine Wahl für heut Morgen. Da ich gerne die Kinder selbst ihre Erfahrungen machen lasse, einigen wir uns nach einigem Hin- und Her auf die kurze Hose und Gummistiefel untenrum und oben ein T-Shirt mit Fleecejacke.

Die morgendliche Fütterungsrunde

Voller Tatendrang geht es zur Fütterungsrunde. Der Papa holt die vorbestellten Brötchen im Nachbardorf ab und ich gehe mit den Kindern mit in den Stall. Da ich am liebsten auch gerne einen Bauernhof hätte (😊), freue ich mich immer dabei zu sein. Der Jüngste traut sich heute und hilft mit etwas Hilfe meinerseits eifrig beim Futtertrog befüllen mit. Das Highlight für den Kleinsten sind die Hühner. Da ist er kaum noch zu halten.

Im Stall
Die Ziegen fressen genüsslich ihr Heu

Unser kleiner Hühner-Liebhaber

Sollte er zum zweiten Geburtstag ein Stofftier bekommen, wird es sicherlich ein kleines Huhn sein. Im Hühnerstall versucht er, ein Huhn zu streicheln, aber leider flitzt es immer wieder weg. Nach der Fütterungsrunde ist Frühstückszeit. Die Brötchen schmecken lecker und wir stärken uns, bevor es dann später zum Ponyreiten geht. Unsere große Tochter hat kaum Zeit zu essen, so schnell will sie wieder in den Hof zu ihrer Freundin. Zeit zum Haare kämmen ist auch keine da und das sorgt für Zündstoff zwischen ihr und mir. Ich habe nichts gegen offene Haare, aber wenn sie dann tagelang ungekämmt sind und zottelig aussehen, dann sorge ich dafür, dass sie wieder kämmbar werden.

Das tägliche Highlight für unsere Mädchen: Ponyreiten

Während die Kinder und mein Mann im Hof die Ponys striegeln und satteln, bin ich in der Ferienwohnung und arbeite ein bisschen. Außerdem bereite ich die Kartoffeln fürs Mittagessen vor, denn wenn wir vom Ponyreiten zurück sind, sind alle hungrig. Ich verpasse den Startschuss und laufe etwas später mit meiner Kamera hinterher. Schnell treffe ich auf die gut gelaunte Truppe. Der Jüngste ist in der Rückentrage bei Papa eingeschlafen, die Mädels sitzen auf den Ponys und der große Sohn läuft. Er durfte am Hinweg reiten. Nach dem Reiten werden die Ponys auf die Weide gebracht.

Zum Mittagessen gibt es Enteneier

Für uns geht es ans Mittagessen. Es gibt heute Kartoffeln, Spinat und Spiegeleier. Heute aus Enten- und Hühnereiern. Schmeckt lecker. Die Enteneier haben ein etwas kräftigeres Aroma, schmecken ansonsten ähnlich wie Hühnereier. Nach dem Essen mache ich eine Mittagschlafpause, während der Rest auf dem Heuboden und bei den Tieren ist.

Die Ziegen

Nach einem entspannten Mittagschlaf

Am Spätnachmittag machen wir einen kleinen Ausflug zu einem benachbarten Bauernhof. Dort gibt es auch Tiere zu sehen. Sehr interessant finden die Kinder den elektrischen Melkroboter, in den die Kühe selbst reinlaufen und gemolken werden. Eine Gans schaut uns skeptisch an. Wir machen lieber einen großen Bogen um sie. Wir schauen uns die Hofhunde an, denn wir wollen unsere Familie bald um ein tierisches Mitglied erweitern. So wie es aussieht haben wir gefunden wonach wir suchten. Beim nächsten Wurf werden wir informiert und können uns einen Welpen aussuchen. Leider regnet es wieder, sodass wir uns nicht länger dort aufhalten.

Gemütliche Sitzecke bei den Streicheltieren

Wieder am Ferienhof Schmiddes angekommen, halten wir uns bis zur Fütterungsrunde im Streicheltier-Bereich auf. Dort gibt es zwei große Sitzecken für uns Erwachsenen und zwei Holzpferde, mit denen die Kinder sehr gerne spielen. Nachdem alle Tiere im Stall sind und ihr Futter haben, gehen auch wir in die Ferienwohnung und vespern. Der Jüngste ist mal wieder sehr müde und wird gleich von mir ins Bett gebracht. Die anderen Kinder duschen mit meinem Mann und werden danach von ihm ins Bett gebracht. Nach kurzer Zeit schlafen auch die drei größeren und ich setze mich noch an den Laptop für einen Online-Workshop.

Tag 4

Ein Tag auf dem Hof

Der vierte Tag unseres Bauerhofsurlaubs auf dem Ferienhof Schmiddes beginnt wieder um ca. 6:00 Uhr. Unsere kleine Tochter wacht auf. Sie ist eine Frühaufsteherin. Mein Mann steht auf. Der Kleinste und ich dürfen noch für ca. eine weitere Stunde im Bett liegen, während im Wohnzimmer schon mit Papa ein Brettspiel gespielt wird. Für die Fütterungsrunde sind wir wieder alle im Hof und helfen begeistert mit. Nach dem Frühstück mache ich in der Wohnung Ordnung und mein Mann ist mit den Jungs bei den Fahrzeugen.

Die Kettcars sind die Lieblingsfahrzeuge von unserem fünfjährigen

Es gibt Traktoren, Rutschautos, Dreiräder und Kettcars. Nachdem die Schafe auf die Weide gebracht wurden, sind die Mädels sind mit ihren Freundinnen irgendwo auf dem Hof unterwegs. So schön, dass sie schon selbstständig alles erkunden können. Gegen 11.00 Uhr lege ich mich mit dem Jüngsten hin. Dann hat er seit Tagen mal wieder einen fast normalen Vormittagsschlaf. Das entspannt den Nachmittag. Die letzten Tage war er den Nachmittag über immer sehr anhänglich und quengelig. Ich vermute sein Unmut kommt auch daher, dass er überall dabei sein möchte. Das macht ihn unzufrieden und er ist nur am quengeln. Als das Kleinkind schläft kommen die Kinder gerade von den Tieren.

Auf dem Hof

Heuwenden mit dem Traktor

Sie dürfen jetzt mit Meike auf dem Traktor Heu wenden. Alle hellauf begeistert. Zur Halbzeit fahre ich mit dem Auto hin, um zu schauen, ob alle noch happy sind oder ein Kind doch lieber mit zurück auf den Hof möchte. Alle sind voll dabei und wollen auf dem Traktor bleiben. Nach dem späten Mittagessen ist das tägliche Pony-Reiten dran. Voller Begeisterung werden die Ponys von der Weide geholt. Zeitgleich schaue ich mit dem großen Sohn einem Lastwagen zu, der mit einem Kranwagen sperrigen Abfall vom Hof abholt. Er ist begeistert.

Das Kinder-Pony wird frisiert

Die Ponys werden geputzt und gesattelt. Die Kinder dürfen das Kinder-Pony Pünktchen putzen und frisieren. Heute werden ihm sogar Zöpfchen geflochten. Da es mehr Kinder sind, als es Ponys hat wird beim Reiten immer abgewechselt. Mal mehr mal weniger schnell sind sich die Kinder einig, wer als erstes reiten darf und wer das Pony führt. Bei den größeren Ponys helfen Erwachsene beim Führen. Pünktchen kann auch schon von den Kindern geführt werden. Nach dem Reiten kommen die Ponys in den Stall.

die Ponys

Bald wird ein Kälbchen geboren

Danach geht ein Teil der Kinder mit Meike nach der tragenden Kuh schauen, die in diesen Tagen kalben soll. Wir warten gespannt. Die Geburt eines Kälbchens würden wir hier nur zu gerne miterleben. Einmal haben wir sie nur knapp verpasst und haben dann das frischgeborene Kalb im Stall bestaunen dürfen. Die Fütterungsrunde heute Abend ist sehr spät. Ich richte das Abendessen vor, sodass die Kinder gleich zugreifen können, wenn sie in die Wohnung kommen. Wieder wird der Jüngste zuerst ins Bett gebracht. Leider schläft er heute nicht ein: er hat einen zu langen Mittagschlaf gemacht. Das heißt, er wird vor 21:30 Uhr nicht ins Bett gehen. Aus einem Abend zu zweit wird heute also nichts. Dafür nimmt mein Mann den kleinen Sohn in den Kinderwagen und läuft mit ihm in den Wald. Er schläft dabei ein.

Tag 5

Ausflug zum Abenteuer-Berg

Heute ist Ausflug-Tag. Der Tag beginnt wieder wie immer mit der Stallrunde. Die Tiere werden gefüttert und unser Kleinster gibt Schrille Kreischtöne von sich, wenn er die Tiere sieht. So sehr freut er sich über sie. Das Wetter ist heute eher bedeckt, stört uns nicht weiter, denn wir wollen zum Aventura. Ein Spiel-Berg zum Klettern gleich in der Nachbarschaft zum Center-Parks Sauerland mit toller Aussicht. Dort gibt es einen Parcours wie bei Ninja-Warrior. Den können auch Erwachsene beklettern. Der Papa macht auf jeden Fall mit. Auch für die Kleinsten ist ein kleiner Spielplatz dabei. So kommen alle auf ihre Kosten. Der Berg ist eine fünfundzwanzig-minütige Autofahrt vom Bauernhof entfernt.

Das Kletterabenteuer beginnt

Am Parkplatz angekommen, wird der erste Berg zum Spielplatz erklommen und die großen Kinder starten mit Papa und den Freundinnen die erste Kletterrunde. Der Jüngste und ich verweilen beim Kleinkind-Zug mit vielen Möglichkeiten zum Klettern und Rutschen. Anfänglich zögert er noch, kurze Zeit später ist er im Entdeckermodus. Für die Großen geht es auf Klettergeräten den Berg hinauf. Türme, Brücken, Tunnel und Schaukeln. Alles wird erklommen. Eine richtige Kletterlandschaft. Ein Highlight ist ein Parcours, den zwei Kinder gleichzeitig durchlaufen können. Als alle hungrig und durstig sind, kehren wir im benachbarten Gasthof ein. Es kommt immer mehr die Sonne raus und wir schwitzen ganz schön. Zum Glück gibt es auch einen Wasserspielplatz, der vom Jüngsten bespielt wird. Die größeren halten sich nach dem Essen bei der großen Seilbahn auf. Nach einem Eis brechen wir wieder auf.

Aventura Kletterberg
Aventura in Medebach

Traktor fahren

Am Hof wartet Meike. Die drei Jungs fahren mit ihr mit dem Traktor mitsamt Wasserwagen zur Pferdekoppel. Danach dürfen die Mädels mit ihr einen Wasserwagen zur Kuhweide fahren. Das ist ein Erlebnis für die Kinder und unser kleiner Traktor-Fan kann gar nicht mehr aufhören „Br-Br“ zu machen. Der Tag endet wieder mit der Fütterungsrunde. Alle sind müde nach dem ereignisreichen Tag. Es ist ein anstrengender Abend, bis die Kinder dann alle im Bett sind.  Der große Sohn wird geduscht. Die beiden mittleren gehen ins Bett und die große Tochter darf noch etwas länger aufbleiben. Sie braucht deutlich weniger Schlaf als die anderen beiden. Wir spielen ein Kartenspiel. Ich halte nicht lange durch. Die pralle Sonne hat mich erschöpft. Mein Mann und ich werden morgen beide einen Sonnenbrand haben.

Tag 6

Sonntagmorgen

Die Fütterungsrunde ist wieder gegen 8:00 Uhr. Gestern ist eine weitere Gästefamilie angekommen und wir sind zahlreich im Stall heute Morgen. Alle freuen sich, die Tiere zu sehen. Vor allem die Hühner werden gerne gefüttert. Es ist immer spannend, wie viele Eier sie für uns gelegt haben. Heute hat sich alles verspätet. Wir frühstücken um 9:30 Uhr und gefühlt komme ich zu nichts. Heute gibt es selbstgebackene Brötchen. Auch im Urlaub führen wir unser Ritual mit den Frischgebackenen Sonntagsbrötchen fort. Sie schmecken einfach super! Um 11:30 Uhr feuert mein Mann den Grill im Hof an. Wir grillen mit den anderen Familien zusammen. Das freut die Kinder und das Wetter ist heute richtig schön sonnig.

Ein Ausflug an den Diemelsee

Nach dem Grillen geht es für uns zum Diemelsee. Ein weitläufiger Stausee, in dem man baden kann. Es befindet sich dort ein Campingplatz, ein Kiosk, Spielplätze und ein Beachvolleyball-Feld. Wir bleiben nicht so lange, da wir schlecht ausgestattet losgegangen sind. In unserer Badetasche, von der ich ausging, dass sie vollständig ist, waren nicht mehr alle Badesachen drin. Die drei großen Kinder haben sich ihren Bademantel und je ein Badeanzug mit ins Zimmer genommen. Die Enttäuschung ist groß, als wir das bemerken. Um lange mit nassem Badeanzug rumzusitzen ist es leider zu kalt und die Sonne zu schwach, um die Badesachen schnell zu trocknen.

Diemelsee

Keksessen auf dem Hof

Mit enttäuschten Kindern geht es deshalb nach dem ersten Badegang wieder zurück zum Hof. Hier gibt’s Kekse, die Kinder fahren ausgiebig Kettcar und spielen ein wenig in der Diemel, dem kleinen Bach, der direkt am Hof entlang fließt. Kurz drauf holen wir mit Meike die Ponys von der Koppel. Die Mädels sind schon Profi-Führerinnen geworden. Ohne Scheu halftern sie die Ponys auf und führen sie zum Hof zurück.

Unser Jüngster hält uns auf Trab

Der Jüngste hat mal wieder nur einen kurzen Mittagschlaf im Auto gemacht und ist dementsprechend knatschig. Wir Erwachsenen wechseln uns ab bei der Beaufsichtigung. Das ist in diesem Urlaub die echte Herausforderung. Ich gebe dem Jüngsten schon vor den anderen das Abendessen und nach der Fütterungsrunde geht es für ihn gleich ins Bett. Für die Mädels heißt es wieder duschen. Zum Glück machen sie das in der Dusche schon recht selbstständig. Wir helfen beim Anziehen und Haare trocknen. Unser großer Sohn schläft heute auf dem Boden ein. Ihm ist es auf der Matratze zu heiß.

Ein schöner Tagesausklang

Meike und Achim sind in Bereitschaft, da eine Kuh kurz vor der Abkalbung steht. Sie fahren mehrmals am Tag zur Weide und schauen, ob sich was getan hat. Heute Abend fahre ich gegen 21:30 Uhr nochmals mit ihnen zur Weide, auf der die Kuh steht. Dort erleben wir  eine Überraschung. Das Kalb ist schon geboren. Bei genauerem Hinsehen erkennen wir, dass es schon einen Tag auf der Welt sein muss. Da hat die Kuh doch glatt ihr Kalb an dem Tag bekommen, an dem keiner nach ihr geschaut hat. Achim und Meike sind froh. So wünscht man sich eine Kälbchengeburt. Schnell und unkompliziert. So hat der Tag einen schönen Ausklang für mich. Kaum aus dem Auto ausgestiegen, höre ich unseren Jüngsten weinen. Er kann heute schlecht einschlafen.

Kuh und Kälbchen

Tag 7

Nach einer unruhigen Nacht

Wir bekamen nur sehr wenig Schlaf diese Nacht. Der Jüngste hat Bauchschmerzen und kann erst ab 5:30 Uhr gut schlafen. Ich bleibe bis 9 Uhr mit ihm im Bett. Mein Mann und die Kinder machen bei der vorletzten Fütterungsrunde mit und wecken mich zum Frühstück. Der Jüngste ist nur draußen zufrieden und auch da nur auf dem Arm. Heute ist das letzte Mal Ponyreiten für unsere Kinder. Stolz putzen alle mit. Auch die Jungs sind mit vollem Eifer dabei. Schnell ist klar, welches Kind auf welchem Pony reitet und es geht los. Leider muss ich mit unserem Jüngsten auf halbem Weg umdrehen. Er weint nur. In der Ferienwohnung angekommen, lege ich mich mit ihm hin und er schläft bald darauf ein. Leider schleppt sich seine Laune so durch den Tag und für meinen Mann und mich bleibt keine Verschnaufpause. Wir hoffen auf eine ruhigere Nacht heute. Zum Mittagessen gibt es Flammkuchen und Salat. Ein Essen, was alle vier Kinder gerne essen und uns Erwachsenen auch gut schmeckt.

Montags kommt das Eisauto ins Dorf

Nach dem Mittagessen sind alle Kinder kaum noch zu halten. Heute kommt das Eisauto ins Dorf. Ab 14:00 Uhr wartet unser großer Sohn im Hof mit uns. Unsere Töchter sind mit ihren Freundinnen auf dem Hof unterwegs. Wir spielen Indiaka und fahren mit den Kettcars auf der Dorfstraße entlang. Der kleine Sohn hat das Rutschen für sich entdeckt und ist gar nicht mehr von der Rutsche wegzubringen. Seine Stimmung ist immer noch im Keller. Wir begleiten Meike, die Ponys von der Weide zu holen. Die Mädels führen wieder stolz. Als wir zurückkommen, gibt es schlechte Nachrichten. Das Eisauto war noch immer nicht da. Leider kommt es heute auch nicht mehr. Vielleicht liegt es am doch etwas frischen Wetter heute.

Auf der Rutsche

Die letzte Fütterungsrunde

Die letzte abendliche Fütterungsrunde machen wir mit einem weinenden Auge mit. Das wird uns fehlen zu Hause. Zum Abendessen gibt es Pommes mit Ketchup, Salat und für die Erwachsenen Zucchini-Gemüse. Im Kühlschrank stehen noch Danone-Puddings, die gegessen werden müssen. Wir teilen sie auf und unser Sohn ist versöhnt. Er meint, das sei jetzt bitter nötig, da er ja nachmittags kein Eis vom Eisauto bekommen hat. Die Kids schlafen erschöpft ein. Der große Sohn wieder auf dem Boden. Nur der Jüngste ist noch nicht müde. Ich nehme ihn erst gegen 22:00 Uhr mit ins Bett.

Abreisetag

Abschiedsschmerz

Heute schlafen die Kinder etwas länger. Wir stehen alle gegen 7:30 Uhr auf, ziehen uns an und laufen schnell zur Fütterungsrunde. Die machen heute alle mit. Außer der Papa holt im Nachbardorf die vorbestellten Brötchen. Er stößt danach dazu. Ganz zur Freude des Kleinsten. Er genießt es so, dass der Papa Zeit hat und verfolgt ihn auf Schritt und Tritt. Ich glaube unser großer Sohn hat etwas Abschieds-Schmerz. Er möchte es nicht zugeben, aber er verhält sich sehr ruhig bei der Fütterung der Tiere.

Die Kinder sammeln eifrig Schätze

Zu den Hühnern geht er dann doch mit und kommt stolz mit einer Hühnerfeder wieder zu mir. Er hat in der letzten Woche viele davon gesammelt. Auch Steine wurden gesammelt und als Andenken mit nach Hause genommen. Wir lassen uns die Brötchen ein letztes Mal schmecken. Danach heißt es Koffer packen. Unsere Wohnung wird am selben Tag nochmal belegt. Das heißt, wir sollten uns etwas beeilen. Zum Glück sind wir da ein eingespieltes Team.

Ist alles im Koffer?

Die Kinder spielen im Hof und der Kleinste ist beim Papa während ich alles zusammenpacke und schaue, dass nichts in den Schränken und Zimmern zurück bleibt. Ich finde noch den Stoff-Hund meiner kleinen Tochter und ein paar Waschlappen im Badezimmer. Mein Mann übernimmt und trägt alle Packstücke in den Hof und verstaut sie im Auto. Zwischendurch haben wir die befreundete Familie verabschiedet. Die Mädels sind traurig. Wir werden sie wieder treffen. Das tröstet über den Abschiedsschmerz hinweg.

Wir besuchen das frischgeborene Kälbchen

Da die Kinder und mein Mann das frisch geboren Kälbchen noch nicht bestaunt haben, wandern wir zur Weide. Eine neu gefundene Freundin der kleinen Tochter begleitet uns. Es geht Berg auf und glücklicherweise haben die Kinder ein schönes Ziel. An der Weide angekommen sehen wir in der Ferne nur die zweite Kuh. Keine Spur des Kälbchens und der Mama-Kuh. Wir warten ein wenig, aber es tut sich nichts. Schade! Zu gerne hätten wir das Kälbchen gesehen. Bisher ist noch unklar, ob es ein Bulle oder eine Kuh ist. Das Einzige, was klar ist, der Name wird mit „J“ beginnen. Wie der Monat, in dem es geboren ist. Auf dem Rückweg sammeln wir Löwenzahn für die Kaninchen. Die freuen sich über die frischen Blätter. So langsam wird der Jüngste müde. Wir verabschieden uns und freuen uns auf’s nächste Mal auf dem Ferienhof Schmiddes. Ein paar Minuten im Auto und die Augen fallen dem Jüngsten zu.

Zwischenstopp im Schwalm-Eder-Kreis

Wir fahren noch in den Schwalm-Eder-Kreis und halten bei einem Bekannten meines Mannes. Wir werden herzlich empfangen und ehe wir uns versehen sind wir zum Abendessen eingeladen inmitten seiner Familie. Sowas kenne ich sonst nur vom Ausland und freut uns alle sehr. Um 20:00 brachen wir die Heimreise an. Obwohl, oder vielleicht gerade weil, alle Kinder müde waren, lief die Fahrt nicht gut. Wir hatten erwartet, dass die Kinder schnell schlafen. Stattdessen waren alle noch lange wach. Unser Jüngster weinte zwei Mal so sehr, dass wir ihn nicht beruhigt bekamen. Selbst als ich neben ihm sitze, beruhigt er sich nicht. Deshalb legten wir zwei Pausen ein. Mit dem Handy in der Hand und frisch gestillt, ging es dann endlich und er schlief die letzte Stunde der Fahrt. Um 23:50 kommen wir total erledigt daheim an. So hatten wir uns die Heimfahrt nicht vorgestellt. Wir gehen schnell ins Bett. Das Ausräumen muss bis morgen früh warten.

Hier bekommt ihr die Infos über den Ferienhof Schmiddes auf einen Blick präsentiert.

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