Warum ich den Reiseblog schreibe

Freude am Schreiben und permanentes Fernweh sind doch optimale Voraussetzungen für einen Reiseblog, oder? Deshalb gibt es jetzt den Reiseblog für entspanntes Reisen als Familie. Ich bin schon immer viel gereist und habe mich schon an vielen unterschiedlichen Orten in der Welt aufgehalten. Seit etwas mehr als 9 Jahren reise ich mit meiner Familie und wir haben schon Einiges zusammen erlebt. In meinem ersten Blogartikel erzähle ich euch, welche Stationen es in meinem Leben schon gegeben hat und warum ich so fasziniert bin vom Reisen. Ihr bekommt eine Antwort auf die Frage, warum ich ausgerechnet einen Reiseblog schreibe, obwohl es ja wirklich schon die Verschiedensten davon gibt.

Reisen in meiner Kindheit

Schon als Kleinkind reiste ich oft mit meiner Familie in die Niederlanden, da meine Oma dort aufgewachsen ist und noch viele Kontakte dort pflegt. Ich war dabei, lernte andere Sitten und Bräuche kennen und hörte eine andere Sprache. In den Niederlanden haben die Menschen andere Gewohnheiten und ich lernte, dass es sich nicht nur zu Hause wunderbar leben lässt und es auch dort nette Menschen gibt. Im frühen Jugendalter reiste ich oft mit einer befreundeten Familie nach Frankreich. Eine Zeit lang in fast in jeden Schulferien. Dass ich nur wenige Brocken Französisch konnte, hat mich nicht gestört. Ich lernte, mich mit Händen und Füßen zu unterhalten, wenn es nicht anders ging. Es hat meistens sehr gut funktioniert. Damals ist meine Liebe zu Frankreich entstanden und bis heute geblieben. Nach meinem Studium zog es mich dorthin. Frankreich ist ein so vielfältiges Land. Dazu könnte ich mehrere Blogartikel füllen.

Ab ins Ausland

Mit 16 machte ich eine Sprachreise nach Antibes an der Côte d’Azur, um endlich meine Französischkenntnisse zu vertiefen. Ich hatte die Sprache liebgewonnen und es machte mir Spaß immer mehr zu lernen. Ich muss euch dazu schreiben, dass ich das Glück hatte, dass mir die meisten Vokabeln einfach zuflogen. Mit Vokabeln lernen habe ich nur wenig Zeit verbracht. Ich habe gemerkt, dass ich am besten lerne, wenn ich unter Einheimischen bin. In der Zeit lebten wir bei einer Gastfamilie und ich erhielt einen Einblick, wie die Familien an der Côte d’Azur lebten. Der Aufenthalt war ausgerechnet im Jahrhundertsommer 2003. Die Hitze war unerträglich! Überhaupt nichts für mich, die lieber moderate Temperaturen mag. Mit gefrorenem Wasser in Plastikfalschen hat mich meine Gastmutter damals zur Schule geschickt. Irgendwie hielt ich durch. Nach dem Abitur hatte ich von Französisch noch nicht genug und arbeitete als Au-Pair bei einer netten Familie in der französisch sprachigen Schweiz. Die Familie hatte auch eine Pferdezucht. Da konnte ich nebenbei viel reiten. In der Schweiz vertiefte ich meine Französisch-Sprachkenntnisse und lernte das „schweizerische Französisch“ kennen. Es gibt da einige Unterschiede zum Französisch in Frankreich. Fremde Sprachen sprechen machte mir Spaß und deshalb beschloss ich, eine Ausbildung zur Europasekretärin zu machen.

Lac de Joux Winter
Der zugefrorene Lac de Joux

Von Karlsruhe an die französische Atlantikküste

Für die Ausbildung zog ich in eine charmante WG in Karlsruhe. Mein Pflichtpraktikum über mehrere Monate absolvierte ich an der französischen Atlantikküste in Carcans-Maubuisson im Tourismusbüro. Die Gegend dort ist übrigens auch einen Blogbeitrag wert 😊. Ich kümmerte mich um die Dokumentationen, stand im Fremdenverkehrsamt den Touristen Rede und Antwort und durfte für deutsche Touristen auf den Weingütern der berühmten Bordeaux-Weine (den „Grands-Crus“) Führungen vom Französische ins Deutsche übersetzen. Das machte mir alles sehr viel Freude. Natürlich gab es andere ‚stagiaires‘ (PraktikantInnen). Das machte den Aufenthalt zu einem unvergesslichen Erlebnis. Rund ein Jahr später durfte ich die Region Médoc-Atlantique auf der weltweit größten Publikumsmesse der Tourismusbranche, CMT (Caravaning, Motor, Touristik) auf der Messe Stuttgart repräsentieren. Ein Highlight für mich. Die Tourismusbranche begeistert mich bis heute und natürlich hilft mir der Einblick in die Tourismusbranche sehr bei den Vorbereitungen und Planungen unserer Familienreisen.

Atlantik Strand
Sandstrand am Atlantik

Cardiff „Caerdydd“ , Wales

Da mein Englisch neben all dem Französisch ausbaufähig war und meine Schule damals eine interessante Kooperation mit einer Universität in Cardiff, Wales hatte, reiste ich mit ein paar MitschülerInnen nach Ausbildungsende nach Cardiff und schloss dort ein Studium im Internationalen Business Management ab. In Wales angekommen, hatte ich erstmal einen Kulturschock. Ja, auch das kann passieren. Es war einfach alles gewöhnungsbedürftig. Vor allem, was die Kulinarik anging. Nicht zu vergessen, meine Multi-Kulti 5-er Wohngemeinschaft mit meiner deutschen Freundin, zwei Engländern und einem Franzosen. Es hat lange gedauert, bis ich mich eingelebt hatte. Am Ende des Aufenthalts hatten wir keinerlei Probleme mehr, zwischen den Sprachen zu ‚switchen‘. Aber es war nicht immer einfach. Nach dem Studium zog es mich nach Frankreich.

Millenium Stadium Cardiff
Das Millenium Center in Cardiff

An Frankreichs Westküste

Ich mietete eine Wohnung im schönen Nantes direkt in der Altstadt. Nantes liegt an der Loire an der Grenze zur Bretagne. Die Franzosen streiten sich noch heute, ob Nantes nun schon zur Bretagne gehört oder nicht. Hier lernte ich die französische Art zu leben so richtig kennen und ich muss sagen, ich bin nie so richtig davon losgekommen. In meinen Familienalltag schleichen sich viele französische Merkmale ein und meine Gerichte haben alle einen französischen Touch. Mindestens einmal im Jahr sind wir in Frankreich unterwegs. Sei es bei Freunden oder einfach nur kurz für einen Abstecher ins Elsass, was ungefähr eine zweistündige Autofahrt von unserem Zuhause entfernt ist. Zurück zu meinem Leben in Nantes. Es war 2009. Die Wirtschaftskrise und für mich als Berufsanfängerin ohne einschlägige Berufserfahrung sehr schwer, einen Job zu bekommen. Ich hatte vieles versucht, aber letztendlich nur Aushilfsjobs gefunden. Ein befristeter Vertrag war unmöglich. Ich hatte einen Platz in einer Ausbildung für dreisprachige Assistentinnen ergattert, aber wollte dies nicht noch einmal durchkauen, da ich ja schon mehrere Abschlüsse in der Tasche hatte. Deshalb ging ich schweren Herzens zurück in meine (auch sehr schöne) Heimat nach Süddeutschland ins „Land der tausend Hügel“ im Landkreis Heilbronn.

Nantes, Frankreich
Die Kathedrale von Nantes aus der Vogelperspektive

Back to the roots

Ich fand zum Glück eine Arbeitsstelle und bald darauf lernte ich meinen jetzigen Mann kennen. Als sich dann 2012 unsere Tochter ankündigte, war es mit dem Reisen erstmal vorbei. Ich hatte noch viele Pläne. Die mussten warten. Als sich dann bald darauf die zweite Tochter ankündigte, wurden wir sesshaft. Das Reisen war zuerst sehr in den Hintergrund gerückt, obwohl wir doch die ein oder andere Reise unternommen haben. Ihr werdet sie bald hier als Reisebericht wiederfinden.

Zabergäu
Blick von den Weinbergen auf den Stromberg und den Michaelsberg

Reisen als Familie

Irgendwann bekamen wir Lust wieder mehr zu reisen, sodass wir uns auch längere Strecken zumuteten. Wir merkten schnell, dass es auch mit den beiden kleinen Kindern möglich ist, wenn wir Manches beachteten. Im Laufe der Zeit wurde unser Reiseradius wieder größer und wir hatten richtig Spaß dabei. Ich merkte, dass es uns als Familie guttat. Ein Jahr nach Geburt unseres dritten Kindes kauften wir uns einen alten Wohnwagen und machten unsere erste Rundreise als Familie. Das war abenteuerlich. Wir sind einfach losgezogen, ohne vorher jemals mit Wohnwagen gereist zu sein. Das Erlebnis war einmalig. Damals ging es nach Südschweden. Es war ein unvergesslicher Urlaub, über den ihr hier auch bald einen Blogbeitrag finden werdet. Es folgte eine weitere Rundreise von Südtirol über Italien nach Frankreich auch von dieser werde ich euch hier berichten. Neben den Rundreisen und dem Campingurlaub machen wir auch gerne Urlaube in Ferienwohnungen.

Tipps zur Reiseplanung als Familie und Reiseberichte für euch

Ich plane unsere Reisen immer unter dem Gesichtspunkt, dass die Bedürfnisse von uns Eltern und die der Kinder in gleicher Weise bedacht werden. Dies fängt noch vor dem Packen an und hört beim Auspacken auf. Seit ich selbst Kinder habe, merke ich, was mir das Reisen alles gegeben hat und was ich dabei gelernt habe. Reisen ist Lernen. Reisen heißt, den eigenen Horizont erweitern und ich möchte, dass meine Kinder das auch erleben können. Ich habe wahnsinnig Lust zu schreiben. Und deshalb möchte ich meine Freude am Reisen und meine Erfahrungen mit euch teilen. Das mache ich über den Reiseblog für Familien. Nebenbei wirkt es übrigens auch meinem permanenten Fernweh entgegen. In meinem Mama- Alltag habe ich schon oft gehört, dass das Reisen mit viel Stress und Frust verbunden ist. Dem möchte ich entgegenwirken und durch meine mittlerweile neun-jährige Erfahrung mit Rat und Tat zur Seite stehen. Was, wenn ich ab jetzt dazu beitragen kann, dass Familien ein unbeschwertes Reiseerlebnis haben können? Ich möchte meine Erfahrungen mit euch teilen und euch dazu ermutigen mit euren Kindern loszuziehen und die Welt anzuschauen. Ich möchte euch Tipps geben, wie ihr es schaffen könnt, eine möglichst stressfreie Reise als Familie zu erleben. Ganz ohne Stress wird es nicht funktionieren, aber ich möchte euch helfen die stressigen Situationen zu entspannen und sie zu reduzieren.

Jetzt weißt du einiges über mich und warum ich den Reiseblog für Familien schreibe. Kommentiert gerne oder stellt mir Fragen. Ich freue mich auf den Austausch mit euch!

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